Posterous theme by Cory Watilo

Eine (nachhaltige) energetische Zukunft!

Bei all der ideologie- und lobbyismusgetragenen Propaganda, sowie dem sonstigen Blödsinn, von dem wir sowohl von unseren Regierungen wie auch von privaten Interessengruppen immerzu malträtiert werden, ist es doch schön, die Richtigkeit des eigenen Denkens hin und wieder bestätigt zu wissen. Oft genug wird beim gedanklichen Abweichen vom Mainstream und dem Nachdenken über den herrschenden Status quo hinaus, Utopie und ähnliches unterstellt.

Anlass ist diesmal die heute gehörte Folge des Raumzeit-Podcastes der von ESA und DLR zusammen mit Tim Pritlove produziert wird. Die Folge 33 mit Franz Trieb vom DLR-Institut für technische Thermodynamik widmete sich dem Thema Energie der Zukunft. Vor allem das, was relativ am Ende des Podcasts im Zusammenhang mit der seit ein paar Jahren unter dem Label Desertec bekannten Pläne besprochen wurde, trifft so ziemlich genau das, worüber ich selbst, seitdem das Thema durch die Medien geistert, intensiv nachgedacht habe. Ein Thema, das mich als Geograph natürlich, neben dem generellen Interesse am Raumzeit-Podcast, zusätzlich interessiert. Nachhaltigkeit ist schließlich ein wichtiger Begriff in der Geographie, auch wenn ich selbst ihm schon längst überdrüssig wurde, da er schon längst zur völligen leeren Marketingphrase wurde. Weshalb er im Titel auch nur in Klammern zu ertragen ist!

Ich gebe zu, anfangs tat ich mich etwas schwer, die Pläne solcher Großinititativen zu begrüßen. Generell mehr ein Freund kleinerer Netzwerke und reginoaler Projekte, schien mir an den erneuerbaren Energien bisher immer deren Dezentralität und eine gewisse aufkommende Unabhängigkeit von großen Energiekonzernen als ein sehr sympathischer Nebeneffekt. Doch schnell, nach einiger Beschäftigung mit dem Thema, sah ich ein, dass allein kleine Initiativen die kommenden Energiefragen niemals lösen. Es muss also eine Vernetzung verschiedenster Infrastrukturmaßnahmen zusammenkommen. Offshore-Windparks in der Nordsee werden schließlich auch nicht von kleinen privaten Gruppierungen und Kommunen getragen, sondern von den bekannten Energieriesen, die auch nach dem fossilen Zeitalter ihre Goldgrube nicht einfach verlassen wollen.

Was sind jetzt also die Punkte, die mir im Podcast auffielen und die mir auch selbst schon lange als Gedanken und Ideen im Kopf waren? Zum einen sind es die möglichen Gewinne die nicht nur Europa sondern auch die afrikanischen und arabischen Länder dadurch haben können. Stromenergie wird ganz sicher einer der wichtigsten "Rohstoffe" der Menschheit bleiben. Auch wenn überall von Einsparungen (z.B. in der Gebäudetechnik) die Rede ist, der Gesamtbedarf wird nichts desto trotz weiterhin steigen. So bieten solarthermische Kraftwerke in den Ländern Nordafrikas nicht nur eine Energiequelle für Europa und eine mögliche Landnutzung für dieses bisher kaum nutzbare Gebiet. Sie können auch dazu beitragen einige der aufziehenden Probleme dieser Region selbst zu lösen. Wasserknappheit und Desertifikation sind sowohl in Südeuropa als auch in den Randbereichen der Sahara zunehmende Probleme. Wenn nun ökologisch verträglich große Mengen Energie produziert werden, kann nicht nur die Stromversorgung der Region auch nach dem Öl gesichert bleiben und den Ländern damit Einkünfte verschaffen, sondern klimaneutrale Entsalzungsanlagen und Landbewässerung kann dafür sorgen, auch die landwirtschaftliche Situation wesentlich zu verbessern.

Wie auch Franz Trieb glaube ich fest daran, dass diese Projekte nicht nur einen ökonomischen Nutzen für die afrikanischen Länder haben, sondern auch politisch und sozial zur Stabilisierung und zum gesellschaftlichen Wandel beitragen können, der durch die "arabische Revolution" 2011 bereits seinen Anfang nahm.

 

Hier gibt's den Stream des Podcasts:

Microblogging-Client Hotot

Hotot
Ich probiere grad den neuen Microblogging Client Hotot aus. Als Alternative zu Tweetdeck sicherlich sehr gut, da er sehr schnell ist und Spaltenansicht ermöglicht. Das habe ich bei Choqok, den ich sonst benutze, immer ein bisschen vermisst.

Ich benutze die App gerade mit Ubuntu 11.10 und der Gnome 3 Shell. Unter Ubuntu lässt sich das Programm sehr einfach über die Launchpad PPA installieren:

$ sudo add-apt-repository ppa:hotot-team
$ sudo apt-get update
$ sudo apt-get install hotot

Für andere Linux Distributionen, sowie für Windows, Mac und eine Chrome Extension sind auch verfügbar. Alles bisher noch in beta-Version. (edit: Ich sah gerade, ist sogar erst alpha!) Dafür auf jeden Fall schon richtig gut.

Super finde ich, dass auch Identi.ca unterstützt wird, da es eigentlich mein favorisierter Microblogging-Dienst ist. Leider kann man sich noch nicht direkt in einer Maske gleichzeitig bei beiden Diensten anmelden. Es geht aber, indem man eine zweite Instanz öffnet, seinen Twitter-Token löscht und dann mit Identi.ca verbindet. Bisher laufen jedenfalls beide Dienste nebeneinander, rufen die Timeline ab und ich kann auf beiden etwas posten. Sicher nicht perfekt, wenn ich jedesmal neu autorisieren muss. Da bin ich aber zuversichtlich, dass das vielleicht noch kommt.

Ein schönes Feature sind z.B. die Statistiken. So kann man sich beispielsweise die Top 8 Talkaholics der letzten 1000 Tweets anzeigen lassen. Da wird bestimmt mit zunehmender Entwicklung nich das eine oder andere hinzu kommen.

Na ja, ich bin nach wie vor Choqok-Liebhaber. Allein aus Sympathie werd ich diesem Client nicht so schnell abschwören. Der ist etwas komapkter in der Ansicht und für die parallele Nutzung verschiedener Account momentan auf jeden Fall die bessere Wahl. Hotot bleibt aber unter Beobachtung und wird parallel benutzt.

Posterous Verwirrung?

Irgendwie komm ich mit Posterous nicht ganz klar. Habe gestern die Android App #Superios benutzt um (jedenfalls war das der Plan) auf dieses Blog zu posten. Testweise. Das ging dann per eMail über meine Googlemail-Adresse raus, da ich diese als Standard am Tablet eingestellt habe. Hier nutze ich allerdings als primäre eMail-Adresse eine GMX-Adresse. Zumindest war das noch so als ich gestern die Posts gesetzt habe.

Die landeten dann nicht wie erwartet hier, sondern auf einem automatisch neu angelegten Blog, mit der URL meinegooglemailadresse-aqzyx.posterous.com. Hmmmm. Jetzt wollte ich das natürlich ändern und beide Blogs vereinen. Also erstmal die Gmail-Adresse in meinen Account hinzugefügt und sogar zur Primary-Adresse gemacht. Jedoch werden Posts von dieser Adresse, die ich über Superios absetzte immer noch dorthin geleitet. Ich kann diese Posts auch editieren, wenn ich mich über die Bestätigungsmail dort einlogge. Wenn ich mich allerdings auf der Website einlogge lande ich immer nur im Account für dieses Blog und kann in den Einstellungen nirgendwo einen Hinweis auf den anderen finden. Sollte der nicht eigentlich unter den Spaces erscheinen? Nichts!

Wenn mir jemand erklären kann was da falsch läuft und wie ich's ändern kann, wäre ich glücklich! Denn eigentlich gefällt mir die App sehr gut und ich würde sie gerne benutzen um hier mal ein bisschen öfters Content abzuladen.

sK1 OpenSource-Grafikprogramm auf Ubuntu 10.10 (Maverick) installiert !ubuntu #opensource

Heute Mittag bin ich im Ubuntuusers.de Planeten auf diesen interessanten Beitrag von Karl-Tux-Stadt gestoßen. Fand ich gleich sehr interessant, denn ein vernünftiges Print-Layout Programm, vergleichbar vielleicht mit Adobe Illustrator hab ich für mein UbuntuLinux noch gesucht! sK1 könnte diese Wünsche vielleicht erfüllen.

Den ersten Erfahrungen des Bürgermeisters von Karl-Tux-Stadt hab ich noch nicht hinzuzufügen, da ich das Programm eben erst installiert habe. Zu Installieren gib es jedenfalls auch mit den *.deb Files für Ubuntu 9.10 sehr gut. Jedenfalls mit denen für 64bit.

Also hier die beiden entsprechenden Pakete heruntergeladen und dann übern Terminal mit folgenden Befehlen (als Root) installiert:

dpkg -i sk1libs-0.9.1pre-rev905_0ubuntu1_9.10_amd64.deb

In der Installationsanleitung für Ubuntu 9.04 werden einige Pakete genannt die noch installiert werden müssen um alle Abhängigkeiten zu erfüllen. Längst nicht alle davon fehlen in der aktuellen Version, Ubuntu 10.10, aber doch ein paar. Nach kurzem herumprobieren wurden mir alle fehlenden Abhängigkeiten gezeigt, die ich dann so installieren konnte:

apt-get install python-tk python-imaging-tk blt

Am Ende noch das zweite *.deb File und das war's:

dpkg -i sK1-0.9.1pre-rev905_0ubuntu1_9.10_amd64.deb

Sk1

Dann kann's jetzt losgehen! Erfahrungsberichte kommen bei Gelegenheit.